Steckersolar Vergleich Balkonkraftwerke, ehrlich verglichen

Werbung: Diese Seite enthält Affiliate-Links. Bei einem Kauf erhalten wir ggf. eine Provision – für dich entstehen keine Mehrkosten.

balkonkraftwerk

Smart Plug für Balkonkraftwerk 2026 – Eigenverbrauch verdoppeln ohne PowerStream

Redaktion: Karl-Heinz Hirt · Stand 29.09.2026 4 Modelle verglichen So vergleichen wir

Smart Plug an einer Steckdose neben einem Balkonkraftwerk auf der Terrasse

Vergleich auf einen Blick

Gesamtbewertung im direkten Vergleich – je länger der Balken, desto besser.

  • Shelly 1 PM Gen3Smarteste Lösung4,7ca. 20–25 €
  • Shelly EM3Echter Eigenverbrauchs-Monitor4,6ca. 30–40 €
  • TP-Link Tapo P110Günstigstes Einstiegsmodell4,5ab ca. 9 €
  • NOUS A1TOpen-Source-Freiheit4,4ca. 15–20 €
01 Unsere Wahl

Shelly 1 PM Gen3

ca. 20–25 € 4,7 / 5

Unterputz-Einbaurelais mit Echtzeit-Energiemessung und lokaler Automations-Engine. Der Shelly 1 PM Gen3 wird in die Unterputzdose hinter dem Schalter eingebaut — kein sichtbarer Zwischenstecker. Mit Shelly EM2 als Solarertragsmesser konfigurierst du eine lokale Automation: 'Wenn Solarertrag > 500 W, schalte Verbraucher ein.' Das läuft komplett ohne Internet und ohne Cloud-Pflicht. MQTT und REST API für Home Assistant. Bei Amazon.de gibt es das Relais derzeit als 2er-Pack (26,49 €, Stand 04.10.2026).

AppShelly App (iOS + Android)
Dafür
  • Lokale Automation ohne Cloud: Shelly-Trigger auf Basis des Shelly EM2 Solarertrags
  • MQTT/REST API: vollständige Home Assistant Integration ohne Umwege
  • Unterputz-Montage: kein sichtbarer Stecker, elegant und dauerhaft
  • Echte Energiemessung mit ±1 % Genauigkeit — Verbrauchsprotokoll per API abrufbar
Dagegen
  • Einbau erfordert Grundkenntnisse der Elektroinstallation (230-V-Leitungen)
  • Für Solar-Trigger: zusätzlich Shelly EM2 nötig (~40 €) — Gesamtkosten ca. 60–65 €
  • Konfiguration der lokalen Regeln komplexer als ein einfacher Zeitplan
Bei Amazon ansehen →
02 Günstigstes Einstiegsmodell

TP-Link Tapo P110

ab ca. 9 € 4,5 / 5

Ein weit verbreiteter Energie-Messplug für Einsteiger. Der Tapo P110 steckt in jede Schuko-Steckdose, zeigt Echtzeit-Verbrauch in der Tapo-App und lässt sich per Wochenzeitplan steuern. Für Balkonkraftwerk-Besitzer ideal: Solar-Fenster (z. B. 11:00–15:00 Uhr) als aktive Zeit einstellen — Waschmaschine oder Spülmaschine läuft damit automatisch in der Mittagsstunden-Produktion. Alexa und Google Home kompatibel.

AppTapo App (iOS + Android), Alexa, Google Home
Dafür
  • Kein Hub, kein Einbau: einfach einstecken und in der App konfigurieren
  • Energie-Tracking mit Verlaufsdiagramm — siehst genau, was das Gerät verbraucht hat
  • Wochenzeitplan: Solar-Fenster als aktive Zeitspanne exakt hinterlegen
  • Günstigster Einstieg: oft unter 15 € erhältlich
Dagegen
  • Kein Solar-Trigger: läuft nach Zeitplan, nicht nach aktuellem Ertrag — an Wolkentagen läuft das Gerät trotzdem
  • Cloud-Abhängigkeit: ohne Tapo-Cloud kein Remote-Zugriff, kein Automation
  • Kein lokales API: keine direkte Home Assistant Integration ohne extra Plugin
Bei Amazon ansehen →
03 Echter Eigenverbrauchs-Monitor

Shelly EM3

ca. 30–40 € 4,6 / 5

Dreiphasiger Energiemonitor für den Sicherungskasten — die direkteste, günstige Alternative zur EcoFlow STREAM Ultra X (Nachfolger des 2025 eingestellten PowerStream) für alle, die bereits ein Balkonkraftwerk haben. Der Shelly EM3 misst den Gesamt-Haushaltsverbrauch auf allen drei Phasen und erkennt sofort, wenn Solarstrom ins Netz eingespeist wird (negativer Verbrauchswert). Auf dieser Basis schaltet er angeschlossene Shelly-Aktoren: Kein Strom-Export mehr ohne gleichzeitigen Verbraucher-Start. Keine Produktseite auf Amazon — über Shelly-Händler oder direkt bestellen.

AppShelly App (iOS + Android)
Dafür
  • Misst alle drei Phasen des Haushalts — erkennt Einspeisung ins Netz in Echtzeit
  • Automation: wenn Einspeisung > 0 W (Netz-Export erkannt), Verbraucher einschalten
  • Keine Cloud-Pflicht: 100 % lokal, kein Datenschutz-Problem
  • Erweiterbar: beliebig viele Shelly-Relais als Verbraucher-Aktor anschließbar
Dagegen
  • Einbau im Sicherungskasten: nur für Personen mit Elektro-Kenntnissen oder Elektriker
  • Nur Monitor — für die Verbraucher-Steuerung zusätzlich Shelly 1 PM pro Gerät nötig
  • Höchster Einrichtungsaufwand im Vergleich
Zum Angebot →
04 Open-Source-Freiheit

NOUS A1T

ca. 15–20 € 4,4 / 5

Der einzige Smart Plug im Vergleich mit vorinstalliertem Tasmota-Firmware. Das bedeutet: keine Herstellercloud, kein Lock-in, lokale MQTT-Kommunikation von Anfang an. NOUS A1T läuft mit Home Assistant, openHAB und jedem MQTT-Broker zusammen. Energiemessung inklusive, 16 A Schaltleistung. Für alle, die Cloud-Dienste ablehnen oder bereits eine Smarthome-Zentrale betreiben. ca. 15–20 €, über NOUS-Store oder Amazon EU erhältlich.

AppTasmota Web-UI + Home Assistant
Dafür
  • Tasmota vorinstalliert: kein Flashen nötig, sofort offen und lokal
  • MQTT out-of-the-box: perfekte Home Assistant / Node-RED Integration
  • Keine Cloud-Abhängigkeit: läuft auch ohne Internet vollständig
  • 16 A Schaltleistung: mehr Headroom als Tapo P110 (15 A)
Dagegen
  • Kein offizielles App-UI: Bedienung über Tasmota-Webinterface, nichts für Einsteiger
  • Kein Zeitplan ohne Smarthome-Hub: für einfache Timer-Nutzung weniger komfortabel als Tapo
  • Geringere Marktverbreitung: weniger Community-Tutorials als Shelly oder Tapo
Zum Angebot →

Preisangaben: ca.-Richtwerte, Stand 29.09.2026. Aktuelle Preise beim Händler prüfen.

Vorgängermodell · letzte Generation

Spar-Alternative: das Vorgängermodell

Du suchst bewusst das Vorgängermodell oder das Modell der letzten Saison? Diese Geräte sind nicht die neueste Generation, können aber fast dasselbe wie ihr Nachfolger. Was ihnen fehlt und wie viel du gerade sparst, steht in jeder Karte.

VorgängermodellNachfolger: Shelly 1 PM Gen3

Shelly Plus 1PM

Letzte Generation

Behältst du

  • WLAN und Bluetooth Low Energy, ein Kanal mit integriertem Leistungsmesser
  • Timer, Webhooks und Zeitpläne direkt im Gerät
  • Bis zu 10 Skript-Instanzen für eigene Automatisierungen
  • MQTT-Anbindung ohne Zusatz-Hub

Verzichtest du auf

  • Matter wird in der Gen3-Dokumentation ab Firmware 1.6.0-beta1 geführt, in der Plus-1PM-Dokumentation nicht
  • Feature-Freeze ab Firmware 1.7.x: nur noch kritische Fehlerkorrekturen, keine neuen Funktionen

Reicht für: Schalten und Verbrauch messen per App, MQTT oder Skript, z. B. für Steckdosen- oder Heizstab-Automatisierung ohne Matter.

Lohnt sich nicht, wenn: Das Gerät soll per Matter in Apple Home oder Google Home laufen oder neue Funktionen per Update bekommen.

Quellen: Shelly API-Doku: Shelly 1 PM Gen3, Shelly API-Doku: Shelly Plus 1 PM · geprüft 04.10.2026 · * Werbung/Affiliate-Link

Wer ein Balkonkraftwerk hat und tagsüber nicht zuhause ist, verschenkt Geld. Ohne Steuerung geht der erzeugte Solarstrom ins Netz — ohne Vergütung, ohne Nutzen. Ein Smart Plug ändert das für 15–40 €.

Warum ein Smart Plug den Eigenverbrauch verdoppeln kann

Das Problem: Ein Balkonkraftwerk produziert seine größte Leistung zwischen 10:00 und 15:00 Uhr. Ein leerstehender Haushalt verbraucht in dieser Zeit kaum Strom. Der Solarertrag wird eingespeist — kostenlos.

Die Lösung: Großverbraucher in dieses Solar-Fenster legen. Waschmaschine um 12:00 Uhr, Geschirrspüler um 13:00 Uhr. Was vorher nachts lief und Netzstrom kostete, läuft jetzt mit Solarstrom.

Konkrete Rechnung

SzenarioJahresertragEigenverbrauchGenutzter StromErsparnis/Jahr
Ohne Smart Plug (Haushalt tagsüber leer)600 kWh20 %120 kWh44 €
Mit Smart Plug + Timer (Solar-Fenster)600 kWh60 %360 kWh133 €
Mit Shelly-Automation (Schwellwert-Trigger)600 kWh75 %450 kWh167 €

Strompreis: 0,37 €/kWh (Bundesnetzagentur, Q1 2026)

Der einfache Timer-Plug bringt schon 89 € mehr Ersparnis pro Jahr. Bei einem Plug-Preis ab ca. 9 € ist die Investition in weniger als einem Monat zurück.

Die Shelly-Automation mit echtem Solar-Trigger legt nochmals ca. 34 €/Jahr drauf — an bewölkten Tagen startet sie gar nicht und du sparst Netzstrom, den der Timer unnötig verbraucht hätte.

Welche Geräte funktionieren am besten?

GerätTypische LeistungLaufzeitGeeignet?
Waschmaschine~2.000 W1–2 hIdeal
Geschirrspüler~1.200 W1,5–2 hIdeal
Wäschetrockner~2.500 W1–1,5 hGut (Gesamtverbrauch > 800 W BKW-Limit)
Wasserkocher~2.000 W3–5 minKurzer Boost, geringer kWh-Effekt
Elektro-Ölradiator~1.500 Wfrei einstellbarGut im Übergang-Frühling/Herbst
Kühlschrank~100 WDauerbetriebNicht geeignet (niemals abschalten)

Hinweis: Moderne Waschmaschinen merken sich ihren Programmstand wenn der Strom kurz weg war — aber kurz testen, bevor du automatisierst. Ältere Geräte könnten das Programm abbrechen.


Shelly-Automation vs. Timer vs. EcoFlow STREAM Ultra X – was für wen?

Einfacher Timer (Tapo P110, NOUS A1T)

Wie es funktioniert: Du stellst in der App ein, dass das Gerät z. B. täglich von 11:30–14:30 Uhr eingeschaltet ist. Waschmaschine, Spülmaschine und Co. laufen automatisch in der Mittagszeit.

Vorteil: Keine Konfiguration von Regeln, kein Hub, kein Wissen über MQTT nötig. In 5 Minuten eingerichtet.

Nachteil: Der Plug schaltet nach Zeitplan — egal ob die Sonne scheint oder nicht. An einem bedeckten Tag startet die Waschmaschine trotzdem und du verbrauchst Netzstrom statt Solarstrom. Der Timer ist “blind” für den tatsächlichen Ertrag.

Für wen: Wer schnell starten will, keine Smarthome-Erfahrung hat und in einer Region mit vielen Sonnenstunden lebt.


Shelly-Automation mit Solar-Trigger

Wie es funktioniert: Shelly EM2 misst den aktuellen Solarertrag (oder der Shelly EM3 misst den Haushaltsverbrauch und erkennt Einspeisung ins Netz). Shelly 1 PM Gen3 schaltet den Verbraucher nur ein, wenn ein definierter Schwellwert erreicht ist — z. B. “Starte Waschmaschine, wenn Solarertrag > 500 W seit mehr als 5 Minuten.”

Vorteil: Tatsächliche Einspeisung ins Netz wird auf ein Minimum reduziert. An bewölkten Tagen läuft nichts. Komplett lokal, kein Internet nötig.

Nachteil: Einrichtungsaufwand. Shelly 1 PM Gen3 muss in die Unterputzdose. Shelly EM2 am Wechselrichter-Ausgang installieren. Regellogik im Shelly konfigurieren.

Für wen: Technik-affine Nutzer mit etwas Elektro-Grundwissen oder einem Elektriker. Wer Home Assistant sowieso nutzt, ist hier in bekanntem Terrain.


EcoFlow STREAM Ultra X (Nachfolger von PowerStream)

Wie es funktioniert: Der frühere PowerStream war ein spezieller Wechselrichter, der die Solareinspeisung in Echtzeit an den Haushaltsverbrauch anpasste; EcoFlow hat ihn 2025 eingestellt. Die STREAM Ultra X übernimmt die Funktion über eine Kopplung mit einem EcoFlow Smart Meter oder Shelly 3EM — sie “sieht” darüber, wie viel der Haushalt gerade braucht, und passt ihre Einspeisung entsprechend an.

Vorteil: Eleganteste Lösung, kein gezieltes Gerät-Management nötig, dazu ein 3.840-Wh-Speicher gleich eingebaut.

Nachteil: Deutlich teurer (ca. 999–1.499 € vs. 15–65 € für Smart Plug, und auch deutlich mehr als das frühere PowerStream). Hersteller-Cloud-Abhängigkeit. Smart Meter oder Shelly 3EM ggf. separat nötig.

Für wen: Wer ein neues Balkonkraftwerk kauft, das Budget hat und maximale Eigenverbrauchsoptimierung plus Speicher ohne manuelles Gerät-Management will.


Entscheidungshilfe: Was passt zu dir?

SituationEmpfehlung
Erster Smart Plug, schnell startenTapo P110 – Timer, fertig
Open Source, Home Assistant, kein Cloud-LockNOUS A1T – Tasmota out-of-the-box
Echte Solar-Automation, lokale RegelnShelly 1 PM Gen3 (+ Shelly EM2)
Gesamt-Haushaltsüberwachung, viele PhasenShelly EM3 + Shelly 1 PM als Aktoren
Kein Gerät-Management, neues BKW geplantEcoFlow STREAM Ultra X (Nachfolger von PowerStream)

Weiterführende Vergleiche

Quellen

Diese Seite enthält Affiliate-Links. Angaben zu Eigenverbrauchsquoten sind Richtwerte auf Basis typischer Haushaltslastprofile — individuelle Ergebnisse hängen von Geräten, Ausrichtung und Nutzungsverhalten ab.