Steckersolar Vergleich Balkonkraftwerke, ehrlich verglichen

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balkonkraftwerk

Balkonkraftwerk Einspeisevergütung 2026: Was du wirklich bekommst

Redaktion: Karl-Heinz Hirt · Stand 09.10.2026 4 Modelle verglichen So vergleichen wir

Hausbesitzer mit Smartphone zeigt Solar-Eigenverbrauch von 80 % neben Balkonkraftwerk-Solarmodul

Vergleich auf einen Blick

Gesamtbewertung im direkten Vergleich – je länger der Balken, desto besser.

  • EcoFlow STREAM Ultra X (Nachfolger von PowerStream)Maximaler Eigenverbrauch4,5ca. 999–1.499 €
  • Zendure SolarFlow 800 PlusÜberschuss speichern statt einspeisen4,4ca. 450 € (Amazon.de 449 €, 04.10.2026)
  • priwatt priBalcony DuoStandard ohne Optimierung4,4ca. 379 € (zzgl. Versand)
  • Shelly Pro 3EM (Energiemessgerät, dreiphasig)Einspeisung selbst messen4,3ca. 109 € (Amazon.de, 04.10.2026)
01 Unsere Wahl

EcoFlow STREAM Ultra X (Nachfolger von PowerStream)

ca. 999–1.499 € 4,5 / 5

Der frühere PowerStream-Wechselrichter las den Haushaltsverbrauch über eine CT-Clamp (Stromzange) und regelte die Solareinspeisung in Echtzeit – Ziel: möglichst wenig Überschuss ins Netz, mehr Eigenverbrauch. PowerStream wird nicht mehr verkauft (Stand 29.09.2026); die STREAM Ultra X übernimmt die Funktion über eine Kopplung mit einem EcoFlow Smart Meter oder Shelly 3EM und bringt zusätzlich einen 3.840-Wh-Speicher mit, der Überschuss auch dann nutzt, wenn gerade kein Verbraucher läuft. Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart dir den Haushaltsstrompreis von rund 35–40 ct, statt unvergütet ins Netz zu gehen.

Leistung800 W AC netzgekoppelt, bis 2.300 W im Bypass
Speicher3.840 Wh LFP, integriert
AppEcoFlow App (iOS + Android)
Dafür
  • Smart-Meter-Kopplung: mehr Strom selbst nutzen statt unvergütet einspeisen
  • Speicher bereits integriert – Überschuss geht in den Akku statt verloren, auch ohne Smart Meter
  • Übersichtliches Dashboard zeigt Eigenverbrauchsanteil in Echtzeit
Dagegen
  • Teuerster Einstieg im Vergleich (~999–1.499 €), deutlich mehr als der frühere PowerStream
  • Smart Meter oder Shelly 3EM für die volle Eigenverbrauchsfunktion ggf. separat nötig
  • Netzgekoppelt nur 800 W – volle 2.300 W nur im Bypass, nicht als Dauereinspeisung
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GutscheinEFEUAFF55 % Rabatt · auf fast das gesamte Sortiment (ausser Neuheiten), ohne Mindestbestellwert, einmal pro Kunde, nicht mit anderen Rabatten kombinierbar · gültig bis 31.12. laut Shop

02 Überschuss speichern statt einspeisen

Zendure SolarFlow 800 Plus

ca. 450 € (Amazon.de 449 €, 04.10.2026) 4,4 / 5

Balkonspeicher mit eingebautem Wechselrichter: 800 W AC-Ausgang (bidirektional), 1.500 W MPPT-Solareingang und 1.920 Wh Akku im Basis-Set, mit AB2000L-Zusatzakkus je um 1.920 Wh erweiterbar (Angaben laut Zendure-Shop). Du schließt die Module direkt am Gerät an; es ersetzt den bisherigen Mikrowechselrichter. Überschuss geht in den Akku statt ins Netz und kommt abends wieder heraus. Damit verbrauchst du deinen Strom selbst, nur zeitversetzt.

Wechselrichterintegriert, 800 W AC (bidirektional)
Speicher1.920 Wh im Basis-Set, erweiterbar mit AB2000L
MPPT-Eingänge1.500 W MPPT-Solareingang
Dafür
  • Speicher und Wechselrichter in einem Gerät: kein Zusatzgerät nötig
  • 1.920 Wh Akku im Basis-Set, mit Zusatzakkus erweiterbar
  • Bei Amazon.de lieferbar und im Zendure-Shop bestellbar
Dagegen
  • Ersetzt den vorhandenen Mikrowechselrichter: Module müssen zu den MPPT-Eingängen passen (vor dem Kauf prüfen)
  • Mehr Geld und mehr Gewicht als ein reiner Wechselrichter
  • Einspeisung bleibt bei höchstens 800 W AC
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GutscheinVHGTF65 % Rabatt · gültig bis 01.11. laut Shop

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03 Standard ohne Optimierung

priwatt priBalcony Duo

ca. 379 € (zzgl. Versand) 4,4 / 5

Ein aktuell lieferbares 800-W-Balkonkraftwerk: 2 bifaziale Module (Glas-Glas) mit FoxEss-M1-800-E-Mikrowechselrichter (800 W AC, Dual-MPPT). Kein Lastmanagement, keine Eigenverbrauchsoptimierung – was produziert wird, geht direkt ins Hausnetz. Bei hohem Tagesverbrauch oder Heimarbeit ideal; ohne Optimierung geht ein Teil des Stroms ins Netz, im Regelfall ohne Vergütung. Laut priwatt.de, abgerufen 29.09.2026.

Modulleistung2 bifaziale Module, 900 Wp Systemleistung
WechselrichterFoxEss M1-800-E (800 W AC, Dual-MPPT)
Steckerunbekannt (Produktseite nennt nur ein 3-m-Anschlusskabel, keinen Steckertyp)
Garantie30 J. Modulgarantie (WR-Garantie nicht separat ausgewiesen)
Dafür
  • Günstigster Einstieg unter den Standard-Sets (ca. 379 €), Balkongeländer-Halterung inklusive
  • Bifaziale Glas-Glas-Module (455 Wp): Rückseitennutzung bringt Zusatzertrag
  • Dual-MPPT: auch bei Teilverschattung liefert das zweite Modul voll
Dagegen
  • Keine Eigenverbrauchsoptimierung – bei leerem Haushalt tagsüber hohe Einspeisung
  • Überschuss geht im Regelfall unvergütet ins Netz
  • Kein Amazon-Angebot, nur Direktbestellung über priwatt.de
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04 Einspeisung selbst messen

Shelly Pro 3EM (Energiemessgerät, dreiphasig)

ca. 109 € (Amazon.de, 04.10.2026) 4,3 / 5

Wer seinen Eigenverbrauchsanteil und die tatsächliche Einspeisung selbst messen will, greift zum Shelly Pro 3EM. Den älteren Shelly EM3 findest du bei Amazon.de nicht mehr; angeboten wird das Pro 3EM, hier als EcoFlow-Variante mit drei Stromwandlern. Das Gerät klemmt sich an die drei Phasen im Zählerschrank und misst in Echtzeit, wie viel Strom fließt – und in welche Richtung. Perfekt zur Kontrolle, ob wirklich Strom eingespeist wird, und wie viel. Kann direkt in Home Assistant oder die Shelly App integriert werden.

Dafür
  • Einstieg (ca. 109 €) zur genauen Messung von Eigenverbrauch und Einspeisung
  • Echtzeit-Daten über Shelly App oder Home Assistant
  • Hilfreich, um zu entscheiden, ob ein Speicher oder Laststeuerung sinnvoll ist
Dagegen
  • Nur Messung – keine Steuerung des Wechselrichters
  • Installation im Zählerschrank: Elektrofachkraft empfohlen
  • Kein geeichter Zähler: zählt nicht für eine Abrechnung mit dem Netzbetreiber
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Preisangaben: ca.-Richtwerte, Stand 09.10.2026. Aktuelle Preise beim Händler prüfen.

Für die meisten Balkonkraftwerke gibt es keine Einspeisevergütung. Das liegt nicht an einem fehlenden Zähler, sondern an der Anmeldung: Wer sein Balkonkraftwerk vereinfacht anmeldet, verzichtet auf die Vergütung. Was zählt, ist der Strom, den du selbst verbrauchst. Jede Kilowattstunde davon spart dir rund 35–40 ct.

Was gilt 2026

Für ein Balkonkraftwerk musst du nur einen Eintrag im Marktstammdatenregister anlegen, innerhalb eines Monats nach der Inbetriebnahme. Die Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt. Diese Vereinfachungen gibt es laut Bundesnetzagentur in der Regel nur zusammen mit der „unentgeltlichen Abnahme“: Der Netzbetreiber nimmt deinen überschüssigen Strom ab, rechnet ihn ab und vermarktet ihn, du bekommst dafür nichts.

Die Vergütung kannst du trotzdem wählen. Dann gelten die Sonderregeln für Steckersolargeräte nicht mehr, und du brauchst einen Zweirichtungszähler. Für neue Anlagen bis 10 kW mit Teileinspeisung, die zwischen dem 1. August und dem 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, beträgt sie 7,70 ct/kWh, festgeschrieben für 20 Jahre. Die oft zitierten 8,11 ct galten für Anlagen aus dem ersten Halbjahr 2024.

Und der alte Zähler?

Hast du noch einen Ferraris-Zähler mit Drehscheibe, darf dein Balkonkraftwerk trotzdem sofort laufen. Der Netzbetreiber muss den Zähler unverzüglich gegen einen Zweirichtungszähler oder ein intelligentes Messsystem tauschen. Du musst dafür nichts beantragen, der Eintrag im Marktstammdatenregister reicht.

Was Einspeisung und Eigenverbrauch wert sind

Ein Rechenbeispiel: Dein Balkonkraftwerk erzeugt 700 kWh im Jahr. Ohne Speicher und ohne Steuerung nutzt ein Haushalt, der tagsüber außer Haus ist, davon oft nur 20 bis 40 % selbst. Wir rechnen mit 30 %.

MengeWert
Selbst verbraucht (30 %)210 kWh210 × 35 ct = ca. 74 €
Eingespeist, unentgeltliche Abnahme490 kWh0 €
Eingespeist, falls vergütet (7,70 ct)490 kWhca. 38 €

Annahmen: 35 ct/kWh Strompreis, Vergütungssatz für Inbetriebnahme August bis Dezember 2026 laut Bundesnetzagentur.

Die Vergütung wäre also kein Kleingeld. Sie kostet dich aber die vereinfachte Anmeldung, und jede Kilowattstunde, die du selbst nutzt, bringt rund viereinhalbmal so viel. Bei 490 kWh Überschuss ist der bessere Hebel fast immer, mehr davon im Haus zu behalten.

So nutzt du mehr Strom selbst

Ohne Zusatzgeräte legst du Waschmaschine, Spülmaschine und Trockner per Timer in die Sonnenstunden. Wie viel das bringt, hängt von deinem Alltag ab. Mehr Tipps stehen in Eigenverbrauch optimieren.

Mit Steuerung: Die EcoFlow STREAM Ultra X misst über einen EcoFlow Smart Meter oder Shelly 3EM deinen Hausverbrauch und regelt die Einspeisung danach. Ihr eingebauter 3.840-Wh-Speicher nimmt auf, was gerade niemand braucht. Mit ca. 999–1.499 € ist sie die teuerste Lösung.

Mit Speicher: Der Zendure SolarFlow 800 Plus (ca. 450 €) ersetzt den Mikrowechselrichter und puffert den Überschuss in 1.920 Wh Akku für den Abend. Ist der Akku voll, geht der Rest weiter ins Netz.

Zum Nachmessen: Ein Shelly Pro 3EM im Zählerschrank zeigt dir, wie viel du wirklich einspeist. Damit weißt du, ob sich ein Speicher für dich lohnt. Den Einbau sollte eine Elektrofachkraft übernehmen.

Wann sich dein Balkonkraftwerk insgesamt rechnet, steht in Balkonkraftwerk Amortisation.

Quellen

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